Die Laufbahn eines Stangen-PCs

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Normalerweise ist es ja so, dass man seinen alten Computer komplett wieder verkauft, sobald man sich einen neuen angeschafft hat. Bei meinem alten Desktop-PC lief es aber ganz anders. Von Zeit zu Zeit tauschte ich immer wieder Komponenten aus, bis letztendlich mein damaliger Desktop-PC zustande kam. Ich möchte hier gerne die Geschichte, wie ein Stangen-PC von 2004 bis 2011 zu einem völlig individuellen Computer erzählen.

Damals hatte ich mir eigentlich vorgenommen, keinen Stangen-PC mehr zu kaufen. Der größte Kritikpunkt bei Stangen-PCs ist schlichtweg die viel schlechtere Aufrüstbarkeit, da die Original Equipment Manufacturer (OEM) Mainboards sehr häufig um z.B. RAM-Speicherbänke beschnitten sind oder die Kühlung des Chipsatzes schlichter ausfällt. Dazu kommt, dass häufig normale Elektrolytkondensatoren statt s.g. Solid Cap Kondensatoren (Aluminium-Polymer Kondensatoren mit erhöhter/viel längerer Haltbarkeit) genutzt werden. Das hat vor allem den Nachteil, dass diese möglicherweise – je nach Hersteller und Bemessung – nicht so lange halten.

Bei Billig-Netzteilen werden häufig diese minderwertigen Kondensatoren verbaut, die zudem auch noch so bemessen sind, dass sich nach einer gewissen Zeit die Grätsche machen. Wenn’s dann einen Knall, gefolgt von einem beißend stinkenden Geruch, beim Einschalten des PC gibt und sämtliche Lichter schwarz bleiben, dann hat es vermutlich solch einen Kondensator im Netzteil erwischt.

Gott sei Dank ist mir bisher nur ein Netzteil um die Ohren geflogen und hat keine weiteren Komponenten in Mitleidenschaft gezogen. 🙂

Aber damals bot sich noch die Gelegenheit an, günstig über meinen Vater, der damals noch bei Siemens arbeitete, über den „Für uns“ Shop, an einen günstigen Stangen-PC ranzukommen. Dieser war zwar keine Rakete, stellte meine damaligen Spiele aber noch flüssiger dar.

In folgender Konfiguration erstand ich damals den Computer für ca. 500 Euro:

Und so sah er damals aus:

Leider habe ich vom Innenleben kein Foto, da ich erst später mit der Fotografie angefangen habe.

Hinweis: Viele der Upgrade-Etappen sind zusammengefasst, da ich zum einen nicht von jedem einzelnen Schritt Fotos habe und zum anderen nicht mehr jeden einzelnen Tag im Kopf habe.

1. Upgrade

Soundkarte

Erste Instanz war das Nachrüsten einer besseren Soundkarte, da der OnBoard-Sound qualitativ nur Standardkost bietet. Dies bedeutet, dass die Tonausgabe zwar für Standardbelange reicht, jedoch Audiophile nicht zufriedenstellen wird. Das liegt u.a. daran, dass bei günstigen Realtek OnBoard-Soundchips nicht gerade die hochwertigsten Digital-Analog-Wandler genutzt werden und die Filterkondensatoren auch nicht. Dadurch kommt es zu s.g. Brummspannungen, die durch umliegende Komponenten durch Elektromagnetismus in die Schaltung der Soundkarte induziert werden. Das Resultat macht sich dann durch leises Fiepen/Kreischen/Quietschen bemerkbar.

Hochwertigeren Sound gibt’s von Realtek erst ab Mainboards im oberen Preissegment. Allerdings kommen diese an diskrete Soundkarten nicht wirklich ran.

Da ich mehr als nur Standard möchte und auch ein Audiophiler bin, übernahm ich meine diskrete Soundkarte Creative SoundBlaster Live! 1024 Player aus meinem alten PC. Um in den Genuss von 5.1 Sound zu kommen, kaufte ich mir nach kurzer Zeit einen 5.1 Kopfhörer von Trust. Wie ich aber leider feststellen musste, besaß die 1024 Player keine 5.1 Ausgabemöglichkeit. Schlecht recherchiert! Deshalb musste ich mir eine Creative SoundBlaster Live! 5.1 LS kaufen.

Prozessorkühler

Ich war schon immer ein geräuschempfindlicher Mensch. Ab meinem ersten Eigenbau-PC mit 13 Jahren, machte ich mir schon automatisch Gedanken über die Lautstärke meines Computers. 2000 hatte noch keiner an Silent-PCs gedacht und entsprechend spezielle „Flüsterkomponenten“ gab es da auch noch nicht. Man achtete zwar schon in gewissem Maße auf die Lautstärke, so richtige Silent-Komponenten kamen aber erst später auf.

Genauso wie damals 2000, störte mich die Lautstärke, da der verbaute 80mm Lüfter in hohen Drehzahlen doch recht laut wurde. Aber selbst bei 25% war er nicht besonders leise. Da fiel mir der Test der PC Games Hardware über den Thermaltake Silent Boost K8 in die Hände, der sowohl leise war, trotzdem aber auch effektiv kühlte. Diesen kaufte ich mir natürlich und mein PC war wieder leiser geworden.

Grafikkarten-Kühler

Auf der Grafikkarte war werkseitig ein 40mm Axiallüfter verbaut. Dieser hatte nicht besonders viel Kühlfläche und um die benötigte Kühlleistung zu erbringen, musste er deshalb ziemlich schnell drehen. Aus diesem Grund probierte ich erstmal eine individuelle Kühllösung aus einem CoolerMaster PAC-P01 Northbridgekühler und einem 40mm PAPST 412 F/2H Lüfter. Die Kühlleistung hätte sicher ausgereicht, sah jedoch nicht besonders elegant aus. Deshalb tauschte ich ihn dann gegen einen Zalman VF700-CU und hatte noch zusätzlich die beigelegten RAM-Kühler installiert. Vor dem ZALMAN hatte ich noch zwei weitere Kühler ausprobiert (CoolerMaster Cool Viva, Arctic Cooling ATi Silencer 2 Rev. 2). Diese konnten aber aufgrund von im Weg stehenden Kondensatoren nicht installiert werden.

DVD-Brenner

Große Probleme gab es beim DVD-Brenner von LG, der beim Lesen von manchen DVDs und Audio-CDs Probleme bereitete. Selbst die Brennqualität war (auch) nicht mehr die beste. Deshalb kaufte ich mir einen neuen Brenner (SAMSUNG SH-W162C DVD±RW), der im damaligen PC-Welt Fachmagazin auf dem ersten Platz stand.

Arbeitsspeicher

Zur damaligen Zeit (2005/2006) waren 512MB für Spieler teilweise schon zu wenig,und da das in naher Zukunft erscheinende Gothic3 in den Startlöchern stand, und dazu noch ein recht großer Hardwarefresser ist, rüstete ich den Computer vorausschauender Weise auf 1GB auf. Kurzerhand kaufte ich dann das PNY 1024 MiB DDR1-400 PC3200 RAM-Kit mit zwei 512MB Riegeln. Ich war der mir unbekannten Marke PNY gegenüber eigentlich eher skeptisch, brachte dann aber im Betrieb doch gute Ergebnisse.

Mainboard

Aufgrund der Lautstärke und dem defekten Kugellager, musste ich den Southbridge-Kühler tauschen, der der gleichen Modellgattung wie der Grafikkartenkühler angehörte. Erst probierte ich es mit einem rein passiven Zalman ZM-NB47-J Kühler, machte mir aber dann doch Sorgen bezüglich Überhitzung und verbaute dann kurze Zeit später den ichbinleise nForce4 Chipsatzkühler. Viel später stellte ich aber heraus, dass meine Sorgen unbegründet waren.

2. Upgrade

Das zweite Hardwareupgrade erfolgte ausschließlich extra wegen dem von mir heiß erwarteten Gothic3 von Prianha Bytes.

Prozessor

Da Gothic3 von einer DualCore-CPU profitierte, entschloss ich mir eine AMD Athlon64 X2 3800+ (Manchester) CPU mit 2x 2.0 GHz zu kaufen. Dabei hielt ich mich sehr an den Leistungsindex bzw. Einkaufsführer meiner damaligen Lieblingszeitschrift Gamestar.

Grafikkarte

Auch die PCPartner Radeon X600 Pro musste einer neuen Grafikkarte weichen, da diese an ihre Leistungsgrenzen stieß. Hier entschied ich mich für eine Sapphire Radeon X1900GT 256MB Dual-DVI ViVo. Gothic3 wäre auf der X600 zwar gelaufen, leider nur in minimalen Details und auch nicht wirklich flüssig. Zudem unterstützte die X600 kein Shader 3.0 Modell, welches ich auch für andere Spiele gebrauchte. Die neue X1900GT ließ meine Framerate in Gothic3 zwar auch nicht in ungeahnte Höhen schnellen, erhöhte jedoch die Grafikqualität und einem einigermaßen flüssigen Spielablauf mit Einschränkungen bei mittleren Details – die schlechte Performance lag aber größtenteils auch an den schlampigen Optimierungen von Piranha Bytes. In anderen Titeln konnte die Karte dafür mehr glänzen.

Netzteil

Neue Grafikkarte und neuer Prozessor schön und gut. Was aber ist mit der Stromversorgung? Diese machte mir schon ein wenig Sorgen. Möglicherweise wäre das Netzteil mit 350 Watt nicht ausreichend gewesen. Ist schon knapp geworden, denn laut eines Netzteilkalkulators hätte das Netzteil mindestens 279 Watt haben müssen. Empfohlen waren 329 Watt, und eine großartige Reserve wäre ausgeblieben. Nach ein bisschen Recherche, fiel meine Wahl auf das beQuiet! Dark Power Pro BQT P6 PRO 430 Watt. Es bot genügend Leistung, hatte noch Reserven nach oben übrig, war sehr leise und verfügte über ein modulares Kabelmanagement.

Mainboard

Um die Aufrüstbarkeit ein wenig zu erhöhen, entschied ich mich für den Tausch des Mainboards. Aufgrund eines kleinen Budgets und zufriedenstellenden Leistungen, habe ich mir das gleiche Mainboard noch einmal gekauft. Jedoch mit dem Unterschied, dass es sich hier um die Revision 2.00 des ASUS A8NE-FM/s handelte, das neben zwei extra RAM-Bänken (insg. 4 anstatt nur 2) auch über eine passiv gekühlte Southbridge verfügte. Also waren meine Sorgen damals bezüglich Überhitzung doch unbegründet und hätte auch passiv mit dem ZALMAN kühlen können.

Arbeitsspeicher

Irgendwann verfällt man schon dem Arbeitsspeicherwahn, denn 1GB RAM waren mir irgendwann dann doch zu wenig. Deshalb hatte ich mir in bälde 2GB zugelegt. Hierbei handelte es sich um 2x Crucial Ballistix BL2KIT6464Z402 DDR1-400 PC3200 RAM-Kits mit á 2x 512MB Modulen. Nun waren alle RAM-Bänke belegt. 🙂

3. Upgrade

So ganz zufrieden war ich dann trotzdem nicht auf längere Zeit. Genug Geld hatte ich gespart und spielte mit dem Gedanken mir einen neuen und vor allem größeren TFT-Monitor zu kaufen. Irgendwie hatte ich aber kein gutes Gefühl dabei. Dann schoss mir die Idee durch den Kopf, eher eine neue Grafikkarte und einen neuen Prozessor zu kaufen. Blendende Idee gewesen!

Prozessor

Stets war ich darum bestrebt, die perfekte Kombination aus CPU und Grafikkarte zusammenzustellen, sodass die eine Komponente nicht die andere ausbremst. Damals schien der AMD Athlon64 X2 4200+ (Toledo) mit 2x 2.2 GHz am besten zur nachfolgenden neuen Grafikkarte zu passen.

Grafikkarte

Raus mit der alten und rein mit der HIS Radeon X1950 Pro IceQ3 Turbo 512MB Dual-DVI TV-Out.

Prozessorkühler

Auf meiner neuen CPU lief eine Zeit lang noch der alte Thermaltake Silent Boost K8, der die CPU bei max. knappen 65°C hielt. Eigentlich viel zu hoch für damalige Verhältnisse. Noch 5°C mehr und der PC hätte sich abgeschaltet. Aus diesem Grund habe ich mir einen neuen Kühler kaufen müssen. Hier entschied ich mich für den ZALMAN CNPS9700-LED, der war zwar nicht gerade billig, aber dafür sehr leistungsstark – selbst bei niedriger Drehzahl. Grund hierfür waren die sechs Heatpipes, die die Wärme schnell und gleichmäßig auf die Kupferlamellen verteilte. Im Leerlauf lief die CPU dann mit ca. 37°C.

Gehäuse

Eigentlich wollte ich das Standardgehäuse von Fujitsu-Siemens mit einem Window-Kit und Dämmmatten ausstatten. Da aber der Gehäusedeckel in U-Form rundrum ging, habe ich die Idee wieder eingestampft und mir ein neues Gehäuse gekauft. Hier hatte es mir das RaidMax Smilodon angetan. Das Gehäuse sah hammergeil aus. Außerdem habe ich die vier vorinstallierten Lüfter (2x 80mm RaidMax schwarz, 1x 80mm RaidMax transp. Blaue-LED, 1x 120mm RaidMax transp. Blaue-LED) gegen leisere Modelle ausgetauscht. Einmal gegen zwei 80mm Coolink SWiF-801 Basic Super Silent, einen 80mm SilenX Ixtrema Pro IXP-54-14B Blue-LED und einen 120mm SilenX Ixtrema Pro IXP-74-14B Blue-LED getauscht. Die zwei Coolink waren an meinem beQuiet! Netzteil angeschlossen und wurden vom Netzteil bei höherer Belastung und Wärme automatisch Drehzahl variabel gesteuert. Die zwei SilenX-Lüfter wurden von meiner Lüftersteuerung bzw. von meinem Akasa AK-ALL-01BK AllInOne-Panel, dass ich mir dazu gekauft hatte, auf niedrigster Stufe (ca. 1300 U/min.) betrieben. Daher leuchteten auch nur die LEDs des 120mm-Lüfters. Eine zusätzlich installierte blaue Neonröhre von Sunbeam machte das aber wieder wett.

4. Upgrade

Gehäuse

Kein großartiges Upgrade. Um die Lautstärke meines Gehäuses trotz Seitenfenster zu reduzieren bzw. auch um den Innenraum Schwarz zu bekommen, baute ich Dämmmatten ein. Letztendlich stellte sich aber heraus, dass dies nix brachte, da der meiste Schall durch das Plexiglas des Seitenfensters drang – Plastik dämmt ja bekanntlich sehr schlecht.

Soundkarte

Da Windows Vista vor der Tür stand und meine alte Creative SoundBlaster Live! 5.1 LS schon unter Windows XP nach dem Aufwachen aus dem Standby Probleme bereitete, leistete ich mir nach vier Jahren mal wieder eine neue Soundkarte. Seit es Creative gibt, sind deren Soundkarten stets die ungeschlagene Nummer 1. Von daher war es klar, dass ich mir wieder ein gutes Modell von Creative kaufte. Es sollte die Creative SoundBlaster X-Fi Xtreme Music sein.

Sonstiges

Um die Erweiterbarkeit von USB-Geräte zu erhöhen, baute ich zusätzlich eine PCI-Karte mit vier zusätzlichen USB 2.0 Ports ein. Der Chipsatz war von NEC.

5. Upgrade

Mainboard

Die IT-Technik schreitet immer mehr voran, Computer werden immer schneller und Spiele sowie Programme werden immer Hardware hungriger – zumindest wenn sie schlecht optimiert werden. Da liegt es nahe, dass nach ca. drei Jahren ein komplett neues Grundgerüst nötig wird. Aus diesem Grund hatte ich mir ein neues Mainboard samt CPU (s.u.) und RAM (s.u.) gekauft. Mit ASUS fuhr ich immer recht gut, und lief stets stabil und zuverlässig. Deswegen hatte ich mich für das ASUS M3A48 Pro mit Sockel AM2+ entschieden.

Prozessor

Zweikern-CPUs waren damals Standard. Ich wollte jedoch mehr und hatte mich für eine Vierkern-CPU – wieder von AMD – entschieden. Auf dem neuen Board kam ein AMD Phenom X4 9550 (Agena) mit 4x 2.2 GHz zum Einsatz.

Arbeitsspeicher

Es sollten diesmal auch wieder 2GB RAM sein, aber diesmal nicht von Crucial sondern von Kingston aus der Blu-Serie (Kingston HyperX Blu DDR2-800).

Grafikkarte

Viele neue Spiele verlangten immer mehr Rechenleistung von Grafikkarten – Gothic 4 stand damals vor der Tür. Aus diesem Grund kaufte ich mir eine HIS Radeon HD 4850 IceQ4 512MB, die damals nicht nur ausreichend schnell sondern auch sehr energiesparend und kostengünstig war. Der Kühler war der Gleiche wie auf der alten, da sich das Kühlerdesign scheinbar bewährt hatte.

Gehäuse

Bei der Gelegenheit hatte ich auch wieder die Dämmmatten aus dem Gehäuse gerissen und eine spiegelnde Dekofolie im Tränenblechdesign reingeklebt, damit sich das LED-Licht im inneren besser verteilte.

Den Rest hatte ich aus dem alten Setup übernommen.

6. Upgrade

Arbeitsspeicher

Da – wie bereits erwähnt – Spiele und Programme immer anspruchsvoller werden und von mehr Arbeitsspeicher profitieren, hatte ich den RAM von 2 auf 4GB aufgerüstet. Für Spieler waren zu dem Zeitpunkt 2GB mehr oder weniger Standard, 4GB optimal und <8GB Luxus. Dadurch können mehr Daten in den Speicher geladen und gehalten werden, sodass diese nicht ständig auf die Festplatte ausgelagert werden müssen.

7. Upgrade

Prozessorkühler

Irgendwie wurde mir der ZALMAN auf Dauer doch zu laut (max. 3,1 Sone). Deshalb kaufte ich mir einen neuen CPU-Kühler und griff hier zum EKL Alpenföhn Groß Clock’ner Blue Edition. Dieser bot trotz geringerer Lautstärke (max. 1,1 Sone) ein besseres Kühlergebnis.

Prozessor

Parallel zum Kühlertausch hatte ich den AMD Phenom X4 9550 gegen einen AMD Phenom II X4 945 (Deneb, AM3) getauscht. Problem war, dass der Phenom 1 ein Problem mit dem Cool’n’Quiet Befehl hatte, das dazu führte, dass der Prozessor aus dem Ruhezustand nicht schnell genug hochtaktete und somit nicht schnell genug die benötigte Leistung bereitstellte. Dadurch kam es zu Leistungseinbrüchen, die gerade beim Spielen störend waren. Mit dem Phenom II konnte AMD das Problem, das schon seit dem Athlon64 bestand, endlich beseitigen. Da ich allerdings noch ein AM2+ Mainboard hatte, konnte die AM3-CPU nicht voll ausgereizt werden. Dazu später mehr.

Laufwerke

Mein SAMSUNG DVD-Brenner bereitete mir einige Zeit Probleme. Diese äußerten sich so, dass der Schlitten nach dem öffnen nicht offen blieb, sondern sich sofort wieder schloss. Dies ist auf einen defekten Schalter zurückzuführen, der dazu diente, den Öffnungsposition des Schlittens zu begrenzen. Danach hatte ich mir ein neues Laufwerk von SAMSUNG gekauft, das diese Problematik aber irgendwann auch aufwies – trotz neuerer Modellreihe. Sprach nicht besonders für SAMSUNG.

8. Upgrade

Man muss mit der Zeit gehen. Und die Leiher bzgl. des Hardwarehungers nahender Spiele und Programme kennen wir ja bereits. Deshalb gab es mal wieder ein Upgrade nach ca. 2 Jahren. Dabei wurde der komplette Unterbau samt Mainboard, CPU, RAM und Grafikkarte getauscht – eigentlich fast alles.

Mainboard

Um den vollen Funktions- und Leistungsumfang der AM3-CPU ausreizen zu können, bedarf es eines Mainboards mit AM3-Sockel. Von der PC-Games Hardware, meinem Hardware Stammfachmagazin, wurde das MSI 870A-G54 als bestes Mainboard im Preis-Leistungssegment gekürt. Kein Wunder, denn für damalige 84 EUR, bekam man nicht nur 6x SATA-III (6GB/s) sondern auch 2x USB 3.0. Dazu gesellten sich noch zwei PCI-Express 2.0 x16 Steckplätze (1x 16 Lanes, 1x 4 Lanes) und ein Gigabit Ethernet Adapter. 7.1 Kanal Sound war auch noch mit an Board – wobei der von mir nicht genutzt wurde. Somit war das Board für die Zukunft mehr oder minder bestens gerüstet.

Arbeitsspeicher

Seit Anfang 2011 oder sogar Ende 2010, waren die Speicherpreise so niedrig wie nie. Aus diesem Grund kaufte ich mir damals ein 8GB RAM-Kit von Mushkin in der Enhanced Silverline Edition Ausführung für knappe 70 EUR.

Laufwerk

Und wieder ein SAMSUNG DVD-Brenner, dessen Schlittenschalter defekt war. Hatte langsam die Faxen dicke und hatte mir diesmal einen DVD-Brenner von LiteOn gekauft. Taugte und verrichtete seinen Dienst gut. Nachteil: CDBurnerXP wollte meinen LiteOn scheinbar nie unterstützen, woraufhin ich mein Brennprogramm wechseln musste. Frechheit!

Festplatte

Bei den großen Datenmengen heutzutage sind 500 GB eigentlich zu wenig. Um daher mehr Daten speichern zu können, hatte ich mir eine zusätzliche Festplatte mit 500 GB von Samsung gegönnt. Wie meine Seagate Barracuda LP ST3500412AS, die ich vor nicht all zu langer Zeit gekauft hatte und gegen eine Seagate Barracuda ST3250410AS 250GB tauschte, war auch die neue Samsung EcoGreen SpinPoint F3 (HD503HI) ein Eco-Modell. Dies bedeutet, dass sich die Platter um ca. 23% (5600 U/min. anstatt 7200 U/min.) langsamer drehen und so viel geräuschärmer waren und zudem noch weniger Leistung brauchten.

Grafikkarte

Mehr Rechenleistung in Richtung der Dreiecksberechnung (Polygone) kann man auch nie genug haben. Abgesehen davon war meine alte AMD Radeon 4850 schon recht angestaubt und bot für so manches Spiel nicht mehr genug Rechenleistung. Aus diesem Grund hatte ich mir eine neue aus dem Hause Sapphire zugelegt. Die neue Sapphire HD 6850 1GB rechnete um 50% schneller und brauchte nur 13 Watt mehr (127 Watt anstatt 114 Watt).

9. Upgrade

Gehäuse

So richtig zufrieden war ich mit meinem alten RaidMax Smilodon irgendwann doch nicht mehr. Mich störe, dass ich immer die Tür aufklappen musste um an meine Laufwerke zu kommen. Diese musste auch dann offen bleiben, wenn vorne ein USB-Gerät angeschlossen war. Das Design war schon sehr extravagant, wollte es aber langsam etwas schlichter und vor allem endlich mal mit einen komplett schwarzen Innenraum haben. Deshalb kaufte ich mir das BitFenix Shinobi Window.
In dieses Übernahm ich den 120mm Sharkoon Silent Eagle für die Front und baute hinten noch zusätzlich einen 120mm AeroCool V12XT BlackLine Edition (auch mit blauer LED-Beleuchtung).

Netzteil

Damit meine nachfolgende Hardware ausreichend mit Strom versorgt wird und trotzdem noch Reserven übrig zu haben, stockte ich mein Netzteil von 430 Watt auf 580 Watt auf. Dieses kam auch wieder aus dem Hause beQuiet! und hörte auf die Modellbezeichnung Straight Power E8 CM (läuft bis heute noch! (04/2020)).

Arbeitsspeicher

Mit der Zeit fing der Mushkin RAM leider an zu spinnen und verursachte BlueScreens. Deshalb hatte ich mir dank der niedrigen Speicherpreise gegen Ende 2011 8GB von Kingston aus Modellreihe HyperX Blu Edition besorgt. Dieser kostete zu dem Zeitpunkt nur 40 EUR! Den Mushkin RAM hatte ich dann gegen ein funktionales Kit umtauschen lassen und in den damaligen PC meiner Mutter eingebaut.

10. Upgrade

Arbeitsspeicher

Die 2GB RAM, die vom PC meiner Mutter dann übrig waren, hatte ich nun in meinen gebaut. Somit hatte ich insg. 10GB RAM. Die Module waren von der gleichen Kingston Baureihe.

Laufwerk

Um weniger optische Speichermedien für eine Datensicherung zu benötigen, hatte ich mir von LG einen BluRay-Brenner gekauft. Der LG BH10LS38 schlug mit nur 78 EUR zu buche.

Grafikkarte

Kurz und knapp: Hatte meine 6850 gegen eine HIS 6950 IceQ X Turbo 2GB getauscht. Diese rechnet ca. 85% schneller als die alte 6850.

Festplatte

Mittlerweile wurde mir meine Festplatte, trotz regelmäßiger Wartungsarbeiten (defragmentieren etc.), zu langsam. Da SSDs endlich bezahlbar wurden, kaufte ich mir eine SAMSUNG SSD 470 (MZ5PA128) mit 128GB Speicherplatz. Der Geschwindigkeitsvorteil ist enorm! Zudem haben SSDs keine mechanischen Teile mehr, wodurch sie unempfindlicher gegen Stöße werden.

Soundkarte

Ein Kumpel machte mir den Mund, mit einer lustigen Funktion seines Creative WoW Headsets wässrig. Die besagte Funktion nennt sich VoiceFX und wird erst ab der X-Fi Titanium (Soundkarte) unterstützt. Da ich dieses Feature auch nutzen wollte, tauschte ich meine Creative SoundBlaster X-Fi Xtreme Music gegen eine Creative SoundBlaster X-Fi Titanium.

11. Upgrade

Festplatte

Ich streamte häufig Videos von meinem PC auf meinen damaligen ASUS O!Play HDP-R1 Mediaplayer ins Wohnzimmer und dazu musste immer der PC eingeschaltet sein. Da ich nicht mehr wollte, dass der PC nur zum streamen läuft, hatte ich mir ein Network Attached Storage (NAS), das QNAP TS-210 besorgt und meine beiden internen 500GB Festplatten in dieses umgezogen. Nun fehlte mir eine Zweitplatte, für meine Eigenen Dateien und weiteren Spiele. Deshalb kaufte ich mir eine zweite SSD. An dieser Stelle hielt eine ADATA AS510S3-120GM-C mit 120GB Einzug in meinen PC.

Prozessor

Eigentlich reichte mein AMD Phenom II X4 945 mit 4x 3.0 GHz völlig aus, wollte aber mehr und kaufte mir einen AMD Phenom II X4 965 Black Edition mit 4x 3.4 GHz und offenem Multiplikator. Durch den offenen Multiplikator, ist das Übertakten der CPU viel einfacher, da keine anderen Taktraten wie z.B. der Frontsidebus- oder HyperTransporttakt angefasst werden müssen und so andere Komponenten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. In naher Zukunft wage ich mal ans Übertakten.

Gehäuse

Zwar war mein PC schon mit dem Sharkoon und AeroCool Lüfter relativ leise, wollte ihn aber gerne noch leiser haben. Deshalb bin ich vom extrem beleuchteten Rechenknecht weg und hatte sowohl den Frontlüfter, als auch den CPU- und hinteren Lüfter gegen jeweils einen 120mm beQuiet! Silent Wings 2 (nun Pure Wings 2) ausgetauscht. Meine Akasa All-in-One Bay hatte ich auch entfernt, da der Cardreader-Teil nicht mehr funktionierte und sowieso nur noch als Lüftersteuerung von zwei Lüftern agierte. Allerdings konnte ich den zweiten Lüfter auch mit dem Mainboard regeln und hatte so Heck- und Frontlüfter mit einem Y-Kabel von CubiTek verbunden. Die dezente Beleuchtung übernahm eine LED-Leiste mit ca. 17 blauen 5mm LEDs, die ich ursprünglich mal für eine Fußraumbeleuchtung im Auto gedacht hatte.

12. Upgrade

Mainboard, Prozessor & Arbeitsspeicher

Viele Jahre habe ich aus Überzeugung und Loyalität AMD unterstützt und deren Prozessoren gekauft. Seit meinem Praktikum bei ATELCO damals, hat sich aber meine Ansicht extrem gewandelt. Das heißt jetzt nicht, dass ich gegen AMD bin. Allerdings haben mir die Funktionstests an den Kunden-PCs im Praktikum die Augen geöffnet. AMD war einfach zu dem Zeitpunkt viel zu ineffizient geworden. Interessanter Weise hatte ich nach dem Kauf einer neuen AMD CPU immer ein kleines Gefühl der Unzufriedenheit. Mit der neuen Intel CPU bin ich zum ersten Mal in meinem Leben so richtig zufrieden und glücklich gewesen!

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen etwas mehr Geld zu investieren und mir was vernünftiges für die Zukunft zu kaufen. Zwar bietet der neue Intel Core i5-3570 auch nur 3.4 GHz Basistakt (Turbotakt 3.8 GHz), verbraucht aber dank besserer Architektur um einiges weniger Energie bei mehr Rechenleistung. Während mein alter AMD Phenom II X4 965 Black Edition maximal 145 Watt in Wärme umwandelte, begnügt sich der Core i5 mit nur maximal 77 Watt. Ach ja, als CPU-Kühler kam nun ein Thermalright HR-02 Macho zum Einsatz.

Neue Intel CPU heißt natürlich auch neues Mainboard. In diesem Sinne habe ich mich für ein ASRock Z77 Pro4 entschieden. Zwar preiste PC Games Hardware das Pro3 als Preisleistungssieger an, da es sich beim Pro4 aber um eine verbesserte Version mit DVI-Ausgang und zwei zusätzlichen SATA-III 6GB/s Anschlüssen handelt, habe ich mich lieber für dieses entschieden. Und ich muss sagen, ich bin sehr überrascht von ASRock! Viele Jahre habe ich ASRock gemieden, da sowohl die Layouts als auch die Technik nie optimal und auf dem neusten Stand waren. In den ganzen Jahren hat sich ASRock aber sehr gemausert! Das Board läuft tadellos und stabil. Zwar ist die Lüftersteuerung relativ grob, lässt sich mit Tools wie z.B. SpeedFan jedoch wunderbar verfeinern. Und das Beste: Mein Problem mit dem Hybriden Energiesparmodus war endlich behoben!!!

Zuvor hatte ich noch meine alten 10GB Kingston HyperX Blu DDR3-1333 RAMs verwendet. Da die Speicherpreise im November 2012 aber immer noch im Keller waren, habe ich zugeschlagen und ein 16GB Kingston HyperX Genesis DDR3-1600 RAM Kit gekauft. Der Geschwindigkeitsschub im Benchmark war klar sichtbar.

13. Upgrade (letztes bis dato aufgezeichnetes)

All zu groß war das 13. Upgrade nicht ausgefallen. Die meisten Anschaffungen sind eher peripheral, da ich Hardware technisch eigentlich sehr zufrieden war. In naher Zukunft sollte noch eine größere und schnellere SSD Einzug halten.

Grafikkarte

Ich hatte ein wenig Geld angespart und da manche Modelle zu der Zeit (1. Quartal 2013) recht günstig waren, habe ich mich dazu entschlossen, eine neue Grafikkarte zu kaufen. EIGENTLICH spielte ich später – und auch heute noch – seltener Spiele. Da es sich aber um eine „AMD Gaming Evolved: Never Settle Reloaded“ Aktion handelte, bei der 2 (!) Vollpreisspiele kostenlos im Lieferumfang dabei waren (Bioshock: Infinite und Tomb Raider [2013]), musste ich einfach zugreifen.
Tomb Raider hatte ich zwar bereits in der Collector’s Edition gekauft, aber das kostenlose Exemplar hatte ich dann einem Kumpel geschenkt. Ach ja, gekauft habe ich mir eine Sapphire Radeon HD 7870 XT with Boost 2GB. Diese ist um etwas über 44% schneller und viel stromsparender als meine alte HIS HD 6950 IceQ X Turbo 2GB. Außerdem schaltet die 7870 dank AMD ZeroCore in einen Tiefschlaf, sobald der Monitor in den Standby geht. Dabei verbraucht die Grafikkarte Null bis vielleicht nur ein paar Milliwatt.

Maus und Tastatur

Da es mich irgendwann zu sehr nervte, immer wieder die Batterien meiner Logitech MX 3200 Laser zu wechseln und ich schon immer mal eine Tastatur mit Display haben wollte, kaufte ich mir die Logitech G510 Tastatur und die Logitech G700 Maus. Die Maus ist zwar auch wieder Funk, lässt sich aber auch prima via USB-Kabel betreiben.

Lautsprecher

Satte 12 Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal neue Lautsprecher für meinen PC gekauft habe. Aufgrund einer 19% Rabatt Aktion bei Amazon, auf bestimmte Logitech Produkte, habe ich gleich zugegriffen und mir ein neues Logitech Z623 2.1 Soundsystem gegönnt. Jetzt ist endlich alles einheitlich schwarz. Das beige Plastik meines alten YAMAHA YST-MS50 2.1 Soundsystems war schon ziemlich vergilbt und auch der Klang war nicht mehr so frisch.

Headset

Und wie wir es häufig nicht anders kennen, ging genau nach einen Monat, nach Ablauf der Garantie mein Roccat Kave 5.1 Surround Sound Headset kaputt. Roccat war nicht mal so kulant, mir hier entgegen zu kommen. Somit sind 70 EUR für den Arsch.
Im Mai hatte ich mich dann entschlossen, doch ein neues Headset zu kaufen. Allerdings war ich mir unschlüssig, ob ich wieder ein 5.1 nehmen soll (mit Klinke) oder diesmal doch lieber ein Stereo. Ich hatte nämlich gelesen, dass es virtueller Surround Sound von hochwertigen Soundkarten besser macht als die „echten“ Surround Sound Headsets. Anfangs kaufte ich mir dann doch wieder ein 5.1 Headset, das Speedlink Medusa NX 5.1. Dieses enttäuschte mich jedoch auf voller Länge, weshalb ich es am nächsten Tag wieder zurückbrachte. Nach ein wenig Recherche, fiel mir dann das Sennheiser PC 330 Stereo Headset ins Auge.

Bis 03/2020

…hielt sich mein System größtenteils so. In der Zwischenzeit hatte ich noch ein paar Komponenten wie z.B. die Sapphire HD 7870 XT Grafikkarte gegen eine MSI Geforce GTX770 Twin Frozr 2GB getauscht und die SSDs um zwei SAMSUNG SSD 850 Evo 250GB erweitert. Somit habe ich 3 SSDs nun im System – die 2 SAMSUNGs und die noch von ADATA. Außerdem habe ich die Creative SoundBlaster X-Fi Titanium gegen eine Creative SoundBlaster X-Fi Titantium Fatal1ty getauscht, da diese eine Schutzplatte installiert hat, die die Induktion von Magnetfeldern durch die Grafikkarte unterbindet.

Darüber hinaus habe ich die komplette Hardware in das weiße Bitfenix Shinobi meines alten HTPCs gebaut. Dieses ist übrigens komplett geschlossen. Außerdem habe ich das Kühlkonzept etwas geändert. Nun blasen vorne zwei und im Boden ein Lüfter ins Gehäuse und oben ziehen zwei die Luft wieder raus. Auf dem CPU-Kühler ist kein Lüfter mehr, da die oberen ausreichen. Es handelt sich hierbei um das äußerst effiziente Kamin-Prinzip.

Zum Schluss hatte das System also folgende Komponenten:

Ab 04/2020

Nach ca. 9 Jahren und etwas gespartem Geld, dachte ich mir, bevor in der Corona Kriese die Wirtschaft gar zusammenbricht, kaufe ich mir mal wieder was neues. Aus diesem Grund habe ich mir ein neues Gehäuse, Mainboard, CPU, Arbeitsspeicher und Grafikkarte gegönnt. Lüfter, Netzteil, Soundkarte, SSDs und BluRay-Brenner werden übernommen.

Neues System:

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