Langer Startvorgang nach Systemwechsel mit Swap-Partition

Hin und wieder kommt es vor, dass man den kompletten Untersatz seines Computers tauscht. Wenige haben dann Lust, ihr schön gepflegtes und eingerichtetes Betriebssystem neu zu installieren. Was bei Windows häufig nötig war, ist bei Linux nicht zwangsläufig nötig.

So habe ich das letztens auch gehandhabt und habe mein bestehendes Ubuntu 18.04 LTS weiter verwendet. Jedoch fiel mir auf, dass der Startvorgang fast 3 Minuten dauerte. Lange habe ich das Problem gesucht und im Internet recherchiert, bis ich auf einen Artikel bzgl. einer Ruhezustandsdatei gestoßen bin. Ich habe nämlich 3 SSDs in meinem PC, von der die dritte, ältere als Auslagerungspartition agiert. Allerdings bleiben die UUIDs nach einem Mutterbrettwechsel ja nicht gleich, da sich hier die komplette Architektur ändert. Zwar konnte ich die 3. SSD wieder als Swap einrichten, brachte aber keinen Unterschied.

Grund hierfür war die Ruhezustandskonfiguration, die hier zu finden ist:

/etc/initramfs-tools/conf.d/resume

In dieser Datei wird die UUID der Swap Partition festgelegt, auf die die entsprechende Ruhezustandsdatei für die Wiederaufnahme abgelegt wird. Hier muss entsprechend die UUID der Swap Partition angegeben werden – sofern man eine hat.

In meinem Fall sieht das so aus:

RESUME=UUID=786a7283-9f51-4961-bbb8-3329adf77912

Ansonsten sucht das System bis zur Vergasung nach der Partition und wird sie niemals finden. Zum Schluss muss dann noch folgender Befehl im Terminal ausgeführt werden. Dann läuft wieder alles wie vorher. 🙂

sudo update-initramfs -u

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