Technikprojekt: NEC Pinwriter P6 Monochrom-Nadeldrucker

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So, nach etwas längerer Zeit konnte ich endlich den Drucker abschließen.

Kleine Vorgeschichte: Dieser Drucker war damals Ende der 1980er der erste Drucker, den sich mein Vater zugelegt hatte. All die Jahre über, wurde er mehr oder minder gut gepflegt und gehegt. Als der Drucker dann nach vielen Jahren in meinen Besitz überging, übergab ich ihn irgendwann dem damaligen Lebensgefährten meiner Mutter, der auch heute noch ein Freund unserer Familie ist. Er hat ihn all die Jahre immer wieder man verwendet, aber leider die ein oder andere Modifikation an ihm vorgenommen. Da das Farbband irgendwann nicht mehr weiterbefördert wurde, hatte Theo ein Löchlein in die Klappe gemacht, damit er beim Drucken das Farbband manuell weiterführen konnte. Ein neuerer Antriebsriemen hatte es leider auch nicht gebracht, da er immer den falschen nahm und es so auch keine Ersatzteile mehr gibt. Nun habe ich den Drucker wieder an mich genommen und ihm neues Leben ein gehaucht.

Was habe ich gemacht?

Ich habe den kompletten Drucker auseinandergenommen, sodass nur noch der Käfig samt Walze übrig blieb.

Den Käfig habe ich gereinigt und noch die an der Seite befindlichen Zahnräder und anderen Plastikteile abgebaut. Diese habe ich dann auch alle ordentlich gereinigt, da sie nach der langen Zeit sehr eingestaubt waren.

Doch bevor ich den Käfig reinigte, habe ich Gehäuseboden und -haube gereinigt. Auch hier jede Menge Staub. Aber was noch darin zu finden war, waren alte Rückstände von Motten. Danach habe ich die Platinen gereinigt und alles nacheinander wieder zusammengebaut. Die Führungsstangen, Zahnräder und anderen beweglichen Teile habe ich neu gefettet.

Und zum Schluss, hab ich dem Farbbandantrieb einen neuen Riemen spendiert! War etwas knifflig, da die richtige Größe rauszufinden, denn im Servicehandbuch stand nichts und NEC Japan hatte sich bei NEC Deutschland nicht mehr gerührt (hatte dort angefragt). Also musste ich mit Hilfe anderer den Riemen genau berechnen.

Die Formel: ((Ø Rad 1 x 0,5) x Pi) + ((Ø Rad 2 x 0,5) x Pi) + (Achsabstand x 2)

Rechnung: ((27,16mm x 0,5) x 3,14) + ((20,27mm x 0,5) x 3,14) + (46,34mm x 2) = 169,19mm

Also brauche ich nun einen Riemen mit 5% Vorspannung, weswegen ich einen in der Größe von 160mm nehmen musste. Hier hatte ich mir einen PU-Rundriemen mit 2mm Durchmesser bestellt, der extra für mich angefertigt werden musste. Leider gibt’s solche Größen normal nicht zu kaufen. Läuft nun wie am ersten Tag!

Und so sieht er dann zusammengebaut aus:

Zum Schluss noch ein kleines Video. Entschuldigt bitte die schlechte Qualität, aber ich hatte in dem Moment nur meine alte Kartoffelkamera im Keller (Olympus VG-160 Digitalkamera).

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