7. Projekt: Neuer Küchenanstrich

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Schon vor längerer Zeit hat sich meine Mutter, einen neuen Anstrich für ihre alte Alno Küche gewünscht, die sie damals noch von den Vormietern mit übernommen hat. Die dürfte nun auch schon über 20 Jahre alt sein (schätzungsweise).

Deshalb spendierte sie mir damals einen Bandschleifer, der dann aber letztendlich nicht für die Bearbeitung der Küchenteile Verwendung fand, sondern eher zum Abschleifen der zugeklatschten Dübellöcher in der alten Wohnung meiner Oma. Bis ich die Überarbeitung der Küche durchführen konnte, verging noch viel Zeit, da ich mich zusammen mit meiner Mutter, um die Beisetzung meiner zu dem Zeitpunkt verstorbenen Oma kümmern mussten. Erst mit Einzug der COVID-Krise und der Abschottung, konnte ich mich dem Projekt voll widmen. Aus diesem Grund habe ich mir noch einen Exzenterschleifer und einen Werktisch von Bosch zugelegt. Die Farbe und die Schleifmittel, hatte sie dann wieder bezahlt. 😉

Ich hatte bisher noch nie so was gemacht. Deshalb schaute ich auf YouTube und stieß auf ein Video von DerMaler. Ich kannte diesen YouTuber bis zu dem Zeitpunkt nicht und halte ihn eigentlich für sehr seriös und professionell. Bei seinem Video sah das jedoch alles recht einfach aus und vor allem waren die Türen auch noch relativ sauber und „steril“. Bei seinen Türen hat es sich offensichtlich um furnierten Pressspan gehandelt. In meinem Fall sind es jedoch Massivholztüren, welche mir nach der Lackierung eine unschöne Sache offenbarten.

Hier erst mal die Bilder. Leider habe ich keine richtigen Vorher- und Nachher-Bilder, da mir das Ganze erst hinterher eingefallen ist bzw. es an sich ja kein richtiges Holzprojekt ist – mehr oder weniger.

Alle Türen und Schübe habe ich wie im Video erst mal angelaugt und gut eingearbeitet. Anschließend dann mit einem 800er Schleifvlies mit dem Exzenter angeschliffen. Angeblich ist das die entsprechende Körnung, wenn man „Lacke“ oder gewisse Anschliffe zur Lackierung machen will. Leider hat aber weder das Anlaugen, noch das Anschleifen was gebracht – zumindest nicht komplett. Da die Küche ja schon einige Jahre auf dem Buckel hat und nicht immer 100% genau gereinigt wurde, haben sich in einigen Innenkanten hartnäckige Fettablagerungen niedergesetzt, die sich scheinbar gut ins Holz gefressen haben. Selbst durch abkratzen und nachreinigen konnte ich nicht alles entfernen und ein Nachschleifen brachte da auch nichts.

Der Ergebnis waren unschöne Aufbrücke/-würfe, die erst nach dem Endlack sichtbar wurden. Beim Grundieren mit Universalgrund von OBI, war da noch nichts zu sehen.

Für meine Mutter kein Problem, für mich als Perfektionist ein kleines Desaster. Diese Aufbrüche sind besonders an Türen rund um den Herd präsent. Wenn man es von der anderen Seite betrachtet, gibt es dem Ganzen einen gewissen Landhauscharme. In der Serviettentechnik macht man solch ein »Krackelieren« ja extra. 🙂

Ähnliche Problematik hatte ich auch bei dem kleinen Hängeschränkchen. Allerdings sind diese Aufbrüche nur bei näherem Hinsehen sichtbar. Die ganzen Knaufe sind übrigens extra dazu gekauft. Ich glaube die ALNO Küche hatte vorher so alte Messing artige Knaufe und das Hängeschränkchen einen aus Holz.

Die Farbe ist übrigens Cremeweiß und das Violett eine Eigenmischung. Die Trauben hat meine Mutter mit Serviettentechnik aufgebracht.

Noch was zum Hängeschränkchen: Die Türbeschläge waren so eine Sache. Diese waren vorher so Messing-artig mit getürkter Patina lackiert. Diese Lackierung habe ich dann mühevoll mit meinem betagtem Proxxon Multitool abgeschliffen. Innen drinnen habe ich einen Schnappverschluss aus Messing angebracht, damit die Tür besser geschlossen bleibt. Vorher wurde sie irgendwie durch zwei kleine Federn in den Scharnieren, solala geschlossen gehalten.

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