4. Projekt: Schaukasten für Soundkarten

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Gerne schwelge ich hin und wieder in nostalgischen Gedanken und erinnere mich an die schönen Zeiten von damals meiner Kindheit zurück. Aus diesem Grund, habe ich zwei meiner damaligen Computer Soundkarten, vom Ex-Partner meiner Mutter zurück erstanden. Diese wollte ich schon lange in einem Schaukasten haben und diesen an meine Wand hängen – genauso wie zwei 3D-Grafikbeschleuniger der damaligen Firma 3Dfx (Voodoo 1 & 2). Um den Schaukasten genau meinen Bedürfnissen anpassen zu können, habe ich mir selber einen gebaut. Die meisten fertigen Möbel werden heutzutage aus Holzspanplatten gebaut, was ich so auch unterbinden wollte.

Kleine Nebeninfo zu den Soundkarten: Es handelt sich hier um eine Creative Sound Blaster 16 und eine Creative Sound Blaster Live! Player 1024. Die SB 16 war damals meine erste Soundkarte, die damals anfangs in einem 3x86er von Privileg werkelte und noch in einem ISA-Slot betrieben wurde. Die SB Live! war dann später die erste Soundkarte meines 1. Selbstbau-PCs und mit eine der besten seiner Zeit. Sie fand schon in einem PCI-Slot platz.

So auf den ersten Blick mag es gut aussehen. Aber auf den zweiten und dritten, wirkt es sehr laienhaft. Einiges ist schief, die Gehrungen haben Verbindungslücken, die Schrauben der Schaniere grinsen durch das Holz und das Plexiglas ist etwas verschmutzt. Leider hatte ich den Fehler gemacht und die Einzelteile vor der Verleimung lasiert. Dadurch musste ich die Gehrungsflächen wieder Sauberschleifen, weswegen sich die Maße der Teile geändert hatten. Abgesehen davon habe ich die Montageplatte vor der Verleimung des Rahmens hergestellt und dann auch noch lasiert. Eigentlich wollte ich den Schaukasten auch so konstruieren, dass man ihn bei Bedarf aufklappen kann. Deswegen habe ich Schaniere angebracht. Ursprünglich wollte ich auch noch einen Schnappverschluss anbringen, der jedoch aufgrund der krummen Maße keinen Platz gefunden hat. Deshalb habe ich den Deckel mit zwei kleinen Heißklebetropfen rechts befestigt.

Ja, ich weiß, das war mein erstes richtig großes Stück. Allerdings hatte ich mir mehr erhofft. Dafür wird mein zweiter Schaukasten nun viel besser (5. Projekt). Diesen werde ich demnächst noch vorstellen.

Zum Material: Wie immer schönes, helles und leicht zu bearbeitendes Fichtenholz. Diesmal habe ich jedoch alle Bretter und das Plexiglas selber mit einer Bosch Handkreissäge in der Länge zugesägt. Der Zuschnitt in der Breite und die Gehrungen habe ich wieder mit einer Bosch Gehrungssäge gemacht. Um das Plexiglas einfassen zu können, habe ich mit einer Bosch Oberfräse ein 5mm breite und tiefe Nut, in die Deckellatten eingefräst. Die Montageplatte habe ich auch rundum in Breite des Korpus-/Rahmenholzes ca. 1-1,2cm runtergefräst, sodass ein Sockel in der Mitte entstand. Um die Karten zu befestigen, habe ich M4 Einschraubmuttern verwendet. Anschließend habe ich einen orangefarbenen Samtstoff draufgespannt, den ich mit Wattevlies unterfüttert habe. Um die hässlichen Tackerklammern abzudecken, hat mir meine Mutter zum Schluss einen im Samtstoff angefertigten Schlauch gezaubert, den ich dann mit Heißkleber befestigt habe. Der Rahmen ist mit Universalschrauben an der Montageplatte befestigt. Die Gehrungen sind mit Ponal verleimt. Die Lasur ist in der Farbgebung Kastanie.

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