Langer Startvorgang nach Systemwechsel mit Swap-Partition

Hin und wieder kommt es vor, dass man den kompletten Untersatz seines Computers tauscht. Wenige haben dann Lust, ihr schön gepflegtes und eingerichtetes Betriebssystem neu zu installieren. Was bei Windows häufig nötig war, ist bei Linux nicht zwangsläufig nötig.

So habe ich das auch im April 2020, nach dem Tausch meines Hardware-Untersatzes gehandhabt und habe mein bestehendes Ubuntu 18.04 LTS weiterverwendet. Jedoch fiel mir auf, dass der Startvorgang fast drei Minuten dauerte. Lange habe ich das Problem gesucht und im Internet recherchiert, bis ich auf einen Artikel bzgl. einer Ruhezustandsdatei gestoßen bin. Ich habe aktuell drei SSDs in meinem PC verbaut, von der die dritte (ältere) teilweise als Auslagerungspartition und Spiele-SSD agiert. Allerdings bleiben die UUIDs nach einem Mainboard-Wechsel ja nicht gleich, da sich hier die komplette Architektur bzw. Hierarchie ändert. Zwar konnte ich die dritte SSD wieder als Swap einrichten, brachte aber keinen Unterschied.

Grund hierfür war die Ruhezustandskonfiguration, die hier zu finden ist:

/etc/initramfs-tools/conf.d/resume

In dieser Datei wird die UUID der Swap Partition festgelegt, auf die die entsprechende Ruhezustandsdatei für die Wiederaufnahme abgelegt wird. Hier muss entsprechend die UUID der Swap Partition angeglichen werden – sofern man eine hat.

In meinem Fall sieht das so aus:

RESUME=UUID=786a7283-9f51-4961-bbb8-3329adf77912

Ansonsten sucht das System bis zur Vergasung nach der Partition und wird sie niemals finden. Zum Schluss muss dann noch folgender Befehl im Terminal ausgeführt werden. Dann läuft wieder alles wie vorher. 🙂

sudo update-initramfs -u

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